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FAQ – FÜR ELTERN > 21-30

Allgemeine Fragen für Eltern.

Allgemeine Fragen für Eltern (FAQ)

Fragen und Antworten für Eltern über Hypospadie, Krankheit, Operation, Ablauf etc.

21. Was passiert, wenn mein Kind vor der Operation krank wird?

Bei „laufender Nase“ ohne Fieber und ohne Husten kann die Operation in unserem Hypospadie-Zentrum durchgeführt werden (auch z. B. im Einzelfall bei Durchfall). Bei Fieber oder Husten wird die Operation verschoben.
Wenn Sie unsicher sind, ob die Operation durchgeführt werden kann bitten wir um Ihren Anruf (wir ersuchen um frühestmögliche Kontaktaufnahme, damit im Falle einer OP-Verschiebung Patienten von der Warteliste kontaktiert werden können).
Bitte beachten Sie, dass jede Klinik eigene Richtlinien zur Durchführung von Operationen hat.

22. Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

Kinder mit glandularer oder peniler Hypospadie können bei komplikationslosem Verlauf nach 3 bis 5 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden (abhängig von der Schwellung, dem Alter des Kindes und dem familiären Umfeld).
Kinder mit penoskrotaler Hypospadie ohne tiefe Krümmung (Grad III a) haben normalerweise für 7 Tage einen Transurethralkatheter (Katheter durch den Penis in die Blase) und können am 8. Tag nach der Operation nach Hause.
Patienten mit penoskrotaler Hypospadie und tiefliegender Penisschaftkrümmung (Grad III b) haben normalerweise 2 Katheter: einen Transurethralkatheter (durch den Penis in die Blase) für 7 Tage und einen suprapubischen Katheter (durch die Bauchdecke in die Blase) für ca. 2 Wochen. Das Kind kann bis 2 Wochen stationär in der Klinik sein, im Einzelfall kann eine Entlassung früher stattfinden, wenn eine ausreichende Pflege zuhause gewährleistet und sichergestellt ist, dass der Katheter nicht versehentlich herausgezogen wird.
Bei Kindern mit perinealer Hypospadie wird diese normalerweise in 2-3 Schritten korrigiert.: im ersten Eingriff wird die Penisschaftkrümmung korrigiert und die Eichel für die Urethroplastik vorbereitet. Der Krankenhausaufenthalt dauert 3 – 5 Tage. In der zweiten Operation, etwa 3 Monate danach, wird die Urethroplastik durchgeführt, das heißt, die Harnröhre wird bis an die Eichelspitze rekonstruiert. Der Krankenhausaufenthalt beträgt 8 – 14 Tage.

23. Wird mein Kind im Krankenhaus am Bett fixiert, oder kann es sich frei bewegen?

Nach der Operation ist das Ziel, den Penis zu fixieren und NICHT das Kind.

In unserem Hypospadiezentrum kann sich Ihr Kind – sobald es aus der Narkose vollständig erwacht ist – frei bewegen, es wird niemals am Bett fixiert. Auch Schlafen auf dem Bauch ist kein Problem.

Wichtig ist der Schutz des Genitalbereiches (2 Windeln übereinander) und die Sicherstellung, dass der/die Katheter nicht versehentlich herausgezogen oder abgeknickt wird/werden. Die Schwestern auf den Stationen in unserem Hypospadie-Zentrum zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Kind wickeln, damit dies nicht passiert.

24. Wie lange bleibt der Verband am Penis?

Bei glandularer und peniler Hypospadie (Grade I und II) wird der Verband bei komplikationslosem Verlauf 1 – 2 Tage nach der Operation entfernt.
Bei penoskrotaler Hypospadie (Grad III) und perinealer Hypospadie (Grad IV) wird der Verband 7 Tage nach der Operation entfernt.

25. Wie lange bleibt der/die Katheter im Penis?

Jeder Chirurg hat ein unterschiedliches Vorgehen.

Bei glandularer und peniler Hypospadie (Grad I und II) entfernt Prof. Hadidi den Katheter innerhalb der ersten 2 Tage nach OP, bei penoskrotaler oder perinealer Hypospadie (Grad III und IV) wird der Transurethralkatheter (Katheter durch Penis in Blase) 7 Tage nach OP entfernt. Im Falle eines suprapubischen Katheter wird dieser nach ca. 13 Tagen entfernt. Das Entfernen der Katheter wird während der Visite durchgeführt und wird vom Kind kaum bemerkt.

26. Bekommt mein Sohn nach der Operation Medikamente?

  • Bei glandularer und peniler Hypospadie (Grad I, II): Antibiotikum zum Einnehmen durch den Mund und antibiotische Salbe zum Auftragen auf den Penis bis zum 10. Tag nach Operation.
  • Bei penoskrotaler und perinealer Hyposapdie: Antibiotikum zum Einnehmen durch den Mund und antibiotische Salbe zum Auftragen auf den Penis bis zum 14. Tag nach Operation.
  • Nach dem  zweiten Eingriff (6. Monate nach der ersten Operation): Antibiotikum zum Einnehmen durch den Mund und antibiotische Salbe zum Auftragen auf den Penis bis zum 7. Tag nach Operation.

27. Wie kann ich meinen Sohn nach der Operation waschen? Wann kann er duschen?

Sie können Ihren Sohn nach OP mit einem feuchten Lappen vorsichtig saubertupfen, danach gut abtrocknen (-tupfen), nicht quer am Penis sondern die Wunde entlang. KEINE Sitzbäder!

Duschen:

  • glandulare/penile Hypospadie: eine Woche nach OP
  • penoskrotale/perineale Hypospadie: 2 Wochen nach OP

28. Wann kann mein Sohn nach der OP wieder baden, schwimmen oder Sport treiben?

Für die Heilung und um Infektionen vorzubeugen, ist eine trockene Wunde elementar wichtig. Etwa einen Monat nach der OP ist die Heilung zu 70 % abgeschlossen. Nach einem Monat darf Ihr Sohn wieder baden, schwimmen und Sport treiben.

Sollte der Penis nach 4 Wochen noch gerötet sein, warten Sie besser noch etwas, bis die Rötung abgeklungen ist.

29. Wann kann mein Sohn wieder in den Kindergarten oder in die Schule?

Ideal ist eine häusliche Pflege für 4 Wochen. Wenn Vorkehrungen getroffen werden (Information an die Erzieher, 2 Windeln übereinander oder Genitalschutz – gibt es im Sporthandel) kann Ihr Sohn 2 Wochen nach OP in den Kindergarten.

Schule: vom Alter des Kindes unterschiedlich, dies wird persönlich bei Entlassung besprochen.

30. Können wir unsere normalen Windeln nach der Operation benutzen?

Sie können die normalen handelsüblichen Windeln benutzen (KEINE Stoffwindeln).

Wir wickeln 2 Windeln übereinander nach der Operation und empfehlen den Eltern, dies auch bis 4 Wochen nach OP weiter so zu handhaben.

Wichtig: bis mindestens eine Woche nach OP soll die Windel alle 2 Stunden gewechselt werden, wenn das Kind wach ist. Wecken Sie Ihr Kind in der Nacht nicht extra nur zum Windelwechseln. Der Hintergrund des häufigen Windelwechsels: Für die Heilung ist es wichtig, dass die Wunde immer trocken bleibt, um Infektionen vorzubeugen.

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